Blaue Blumen am Straßenrand - Lyrische Weltmusik mit der Henk Flemming Combo im Zehnthaus Jockgrim- "Der Montagmorgen muss nicht grau sein". Was Henk Flemming in seinen Liedern für den ungeliebten Anfang der Woche proklamiert, gilt auch für den Sonntagmorgen: Bei einer Matinee im Jockgrimer Zehnthaus entführte die exzellente Combo des raubeinigen und charismatischen Münchners mit "German Rock Chansons", "Liedern vom Arsch der Welt" und Drei-Minuten-Randgeschichten in nüchterne Alltags- und poetische Traumwelten, weitab des grau-tristen Sonntagshimmels. Über Flemmings Horizont leuchtet der "rote Mond über der Heide, die Sonne in Mitternachtsblau und der Abendstern im Morgentau". Sehnsucht ist ein Thema, das vielen der eingängigen Songs unterschwellig immanent ist und dem das Akkordeon von Reinhold Hoffmann eine eindrucksvolle Stimme verleiht: Flemming will mit dem Kopf durch die Wand, sucht die Südsee im Norden, Gold in Silberminen und die blauen Blumen im Wüstensand und findet die sagenumwobene Pflanze schließlich am Straßenrand.Er hört schon die Pazifikwellen rauschen aber will er wirklich den Montagmorgen tauschen mit einem Liegestuhl in Malibu? Man nimmt es ihm nicht wirklich ab, und richtig ernst scheint er es auch nicht zu meinen. "Wir wollen dahin, wo es uns besser gefällt und landen am Arsch der Welt", weiß der Münchner im gefälligen Dreivierteltakt zu berichten. Flemming fühlt sich wohl an seinem Platz in der Welt. Kein Wunder, klebt doch "die Küste von Hawaii" an seiner Zimmerdecke und verbirgt sich "Südamerika hinterm Toaster". In groovigen Jazz, sanften Blues, rockigen Balladen, Tangorhythmen und Walzertakt verpackt die Combo eine süß-saure Portion Daseinsfreude und Lebenserfahrung. Revoluzzer will der Sänger mit der verrauchten Stimme nicht sein, vielleicht ein bisschen Kritiker, aber vor allem Poet und Erzähler von den Nichtig- und Wichtigkeiten des Lebens und Natürlich der Liebe. Flemming philosophiert, mal sarkastisch mit bissigem Humor, mal lyrisch in surrealen Metaphern, mal urkomisch im skurrilen Sätzen über "menschenfeindlich schöne Models die Hässliches reden", oder die einsame "Rosalie, die das Herz auf dem rechten Fleck" hat. Die deutsche Weltmusik, in die sich auch vereinzelt ein englischsprachiger Song einmogelt, gründet auf melancholischen Sehnsüchten und exakter Beobachtungsgabe, Alltagswidrigkeiten und Leidenschaften. Dieter Holesch (E-Gitarre), Reinhold Hoffmann (Saxofon), Thomans Peschel (Kontrabass)und Andreas Keller (Drums) sind die kongenialen Musikerkollegen, die das Publikum begeistert feierte. Keller verlangte seinem Instrument in einem Hochgeschwindigkeitssolo ein atemberaubendes Feuerwerk der Rhythmen, Schläge und Klänge ab. Flemming ist nicht nur Texter, Komponist, Gitarrist und Bandleader, sondern auch Kapitän auf stürmischer Lebensfahrt: Er wartet "jeden Morgen bis Wind in seine Segel kommt", hält die Welt zwischen Daumen und Zeigefinger und verleiht den Träumen einen Hafen.Die Rheinpfalz
Liedermacher oder Deutschrocker wären fast eine Beleidigung für ihn. Henk Flemming ist eher Musiker und Poet, will mit seiner Musik unterhalten und seine Lebensfreude weitergeben. Seine Combo, bestens besetzt mit erstklassigen Musikern, tut ein Übriges, dass die Musik direkt unter die Haut geht. Schwer zu erklären ist der eigenwillige Musikstil der Henk Flemming Combo, mal Rock, mal Blues und Jazz, Elemente von Tango, Walzer, Volksmusik und Valse-Musette fließen ein in den "German Rock Chanson" Stil, wie er auf Plakaten angekündigt wird. Im Vordergrund steht immer Henk Flemmings rauchige Stimme, ähnlich Joe Cocker, Stefan Stoppok oder Herbert Grönemeyer. Im Foyer des Stadttheaters agiert Henk Flemming auch als Moderator, stellt seine Songs dem Publikum locker und flott vor, leitet mit anschaulichen Beispielen "wie im richtigen Leben" auf die eigentliche Thematik über. Dabei kommt sowohl in den Ansagen als auch in den Songtexten neben guter Komik auch schwarzer Humor zum Tragen, satirische Anklänge fehlen ebenso wenig wie Kritik an Politik und Gesellschaft. In beeindruckender Bildersprache und musikalischen Metaphern werden die kleinen Alltäglichkeiten, die, exakt beobachtet und leicht schräg, fast im Stil eines Karl Valentin analysiert, wiedergegeben. Auch die Lyrik kommt nicht zu kurz, und die Skurrilität hat einen festen Platz. Die Songs und Balladen sind "Kurzgeschichten", Rhytmus, Takt und Melodie geben exakt wieder, wie sie Liebe, Sehnsucht, Melancholie und Frust hervorrufen. Mit der rasanten "Rana Grassa" wurden die Zuhörer eingestimmt. Der "Montagmorgen" wird besungen und "Rosalie" mit ihrem Herz am richtigen Fleck, der Urlauber am "Arsch der Welt" oder mit "Carriere" die Frau, die ihre Liebe der Karriere opfert. In einer musikalischen Einladung als "Hoch den Erfindern", "es gibt Menschen, denen fällt immer was ein", so Henk Flemming, zählt er im Sprechgesang Prominente auf, stellt Albert Einstein neben Fred Feuerstein:"Sie stehen alle auf der Gästeliste".Da schon bald wieder Weihnachten ist, werden die kälteren Nächte besungen, wenn der Schnee auf die schwarzen Felder fällt, beschienen vom Mond, dem "alten Spanner". Alle Themen sind in ein flüssiges musikalisches Gewand gehüllt, ausgezeichnet dargeboten von der Combo. Gitarrist Dieter Holesch glänzt mit groovigen Riffs, am Akkordeon und mit melancholischen Saxophoneinlagen begeisterte Reinhold Hoffmann, der festes Bandmitglied bei Haindling ist. Am Bass bot Thomas Peschel eine exzellente Vorstellung, seine mitreißenden Soli wurden von den Zuhörern mit frenetischem Applaus belohnt. Dass er "nur" auf einem ganz normalem Schlagzeugset saß fiel den Zuhörern kaum auf. Percussionist Andreas Keller dosierte seine Drums unaufdringlich genial, ein beinahe 10-minütiges Solo versetzte das Publikum fast in Ekstase. Mit dem "Roten Mond" und der Stadt "unter der Stadt" sollte das Konzert enden. Doch die Zuhörer ließen nicht locker bis die Combo drei Zugaben zu Gehör gebracht hatten. Landsberger Tagblatt
"Mal herb, mal zart: Poesie, die unter die Haut geht. Das Musikprojekt ist noch jung, die daran beteiligten Musiker hingegen stehen sichtbar für eine gute Portion Lebens-erfahrung und hörbar für eine beachtliche musikalische Reife.Von einer durchaus herben, manchmal aber auch ganz zarten und verspielten Poesie zeugen die Liedtexte: Da gibt es "Gläser, bis zum Rand gefüllt mit rosa Gedanken" und das Lied von den "Schuhen, die gehen, wohin sie wollen" oder den "tintenblauen Schatten, der den letzten Sonnenstrahl verführt". Ein bißchen klingt die Stimme von Henk Flemming nach Joe Cocker, ein bißchen nach Herbert Grönemeyer. Rauchig ist sie und von einer ungeheuren Erzählkraft. Nicht von ungefähr arbeitet er auch als Radiomoderator und Sprecher, aber auch als Autor von Hörspielen und Kinder-sendungen. Auch musikalisch ist er der Kopf der Band, die er mit vier hochmotivierten Musikern gegründet hat: An der E-Gitarre Dieter Holesch, am Bass Thomas Peschel, am Akkordeon und Saxofon Reinhold Hoffmann und am Schlagzeug der unvergleichliche Andreas Keller. Letzterer ist bekannt für seine eher unkonventionellen Percussion-Instrumente, diesmal allerdings bearbeitete er ein ganz "normales"Drumset. Beein- druckend war der Sound, den er in der Uraufführung des "Stücks für Gitarre und Barhocker" aus der Sitzfläche trommelte. Auch sonst lieferten die Fünf runde und stimmige Musik, mal rockige Balladen, mal jazzigen Groove. Ein lockeres Hörvergnügen." Münchner Merkur
"Den Besuchern des Poetry-Slams im Steinebacher ist der Sänger und Gitarrist Henk Flemming bereits ein Begriff. Am Mittwoch Abend war Flemming mit eigener Band zum ersten Mal abendfüllend zu hören mit einer bunten Mischung aus "Liedern vom Arsch der Welt". Flemming hat sich eine Riege versierter Profis in seine Combo geholt.Der Gitarrist Dieter Holesch arbeit vor allem als Filmmusiker, Bassist Thomas Peschel ist als Komponist, Produzent und Arrangeur im eigenen Studio tätig. Reinhold Hoffmann macht einen Spagat zwischen seinen Tätig- keiten als Oboist in mehreren Orchestern und als Bandmitglied unter anderem von Haindling. Über Schlagzeuger Andreas Keller braucht man kaum ein Wort zu verlieren. Er ist häufiger und gern gesehener Gast und hat sich mit seinen phänomenalen Fähigkeiten ein Fanpublikum er- spielt. Henk Flemming selbst symbolisiert in seinen Liedern das Bild des reisenden Straßenmusikers, der mehr als einen Blick in die Abgründe menschlichen Daseins geworfen hat. Manches interessante Lied gab es in diesem Programm zu hören - in den balladesken Songs klang das manchmal wie eine Mischung aus Joe Cocker, Tom Waits und Hans Hartz, in den schnellen, rhythmischen Nummern bekamen die Zuschauer einen interessanten Mix mit Anklängen an Jazz, Chanson und manchmal Cajun zu hören." Süddeutsche Zeitung<
"So bunt wie das Ensemble rund um Henk Flemming, so bunt war auch das Programm. Und schon reißt die Band mit rockigen Rhythmen die Zuhörer mit, denn das Thema für den ersten Song ist über die Assoziation Bermuda-Dreieck mit Businessclass-Flügen schnell gefunden. So geht es den ganzen Abend: Den großen Zusammenhang gibt es nicht, die Lieder und Themen kommen und gehen, handeln von diesem und jenen, von verlorenen Träumen, gewonnenen Liebschaften, zerronnenen Affären. Die Bandbreite ist groß, das Repertoire schier uner- schöpflich mit teils lyrischem Charakter. Mal witzig, mal schräg und abgedreht oder ein wenig biographisch und nachdenklich wie in "Acker- manns Garage". Im Vordergrund steht immer Flemmings rauchige Stimme, der seine Lieder flott, aber auch beschaulich vorstellt. Dabei hat er immer den einen oder anderen coolen Spruch auf Lager. "Irgendwann ist uns aufgefallen, daß wir noch nie in der volkstümlichen Hitparade vertretenwaren", erzählt Flemming. Grund genug, ein "volkstümliches" Lied im Dreivierteltakt zu komponieren."Über die Alpen und über das Meer" singt er und landet dann doch am "Arsch der Welt". So abwechslungsreich das Liedgut, so unterschiedlich auch die zugrunde liegende Musik. Da findet man Jazz und Blues, aber auch Tango, südamerikanische Rhythmen und sizilianisches Feuer. Henk Flemming und seine Band gestalteten einen anspruchsvollen, kurzweiligen Abend, denn bei vielen von Flemmings Liedern mußte man einfach mit: Der Rhythmus ließ einfach nicht locker." Mühldorfer Zeitung
"German Rock Chanson mit Ausnahmemusikern - Henk Flemming & Combo zu Gast im Neustädter Konfetti. Als "älteste Newcomer-Band Deutschlands" sieht sich die Münchner Formation Henk Flemming Combo. Im Mittelpunkt des Konzerts standen die von Randgeschichten und poetisch-hintergründigen Minuten-Stories umrahmten Flemming-Songs, deren Bandbreite von Jazz über Blues bis hin zu rockigen Elementen wechselte und dabei stets von Flemmings chansonesker Darbietungform geprägt war. Das verrauchte Milieu des "Konfettis" war auch optimale Plattform für die Münchner Band, die mit Titeln wie "Roter Mond", "Annabelle", "In der Kneipe von Marlene" und "Unter der Stadt" emotionale Einblicke in schräge Traumwelten gab. Dabei betonten die fünf Musiker mit ausgewogenem Klang stets ihren eigenen Stil, der gar nicht recht in ein gängiges Raster zu passen vermochte. Vor allem die Leistungen der Musiker rund um den Songschreiber und Texter Flemming haben den Abend auch für Skeptiker zu einem wirklichen Erlebnis werden lassen, was die Referenzen der einzelnen Bandmitglieder zusätzlich unterstreichen: Ob Gitarrist und Kabarettpreisträger Dieter Holesch, der an zahlreichen Produktionen des TV-Entertainers Michael Bully Herbig und Live-Sendungen mit Peter Hoffmann und Chris DeBurgh mitwirkte oder Thomal Peschel, der seine Ausbildung zum Kontra- bassisten am rennomierten MünchnerRichard-Strauss-Konservatorium absolvierte, wie Reinhold Hoffmann am Akkordeon und Saxofon, der als Mitglied großer Orchester einen weitreichend klassischen Hintergrund mitbrachte, und der vom Publikum mit großer Begeisterung gefeierte Andreas Keller, Schlagzeuger in der früheren "Thomas Gottschalk-Late-Night-Show" und Studiomusiker bei Peter Maffay, der mit einem furiosen Schlagzeugsolo und einer Percussion-Einlage am Barhocker die Anwesenden im "Konfetti" faszinierte. Die Rheinpfalz
"Der Sänger und Songwriter Henk Flemming mit seiner Combo in herausragender Besetzung. Henk Flemming gehört zu den wenigen deutschen Komponisten und Textern, die die Möglichkeit haben, einen kompletten Konzertabend mit Eigenkompositionen zu gestalten. Das sonst übliche "Covern", also das Nachspielen von Songs anderer Bands ist bei dieser Gruppe zum Glück nicht angesagt. Die Qualität seiner größtenteils deutsch- sprachigen Texte ist hierzulande derzeitunerreicht. Flemmings teils surreale Lyrik erzählt uns (oft auch autobiographisch) fantasievolle Geschichten und Situationen, fast immer mit einem Augenzwinkern, aber nie mit dem moralischen Zeigefinger der Liedermacher der 68er Generation. Manchmal witzig oder schräg, nachdenklich, romantisch und originell präsentiert er seine Songs mit einer solchen eigenen Kraft, daß sich die Zuhörer stets angesprochen fühlen und nie unterfordert werden."In einer Zeit, in der die Medien den Begriff "anspruchsvolle Kunst" zum Schimpfwort deklassiert haben", so Andreas Keller, "ist Henk Flemming für mich ein Kämpfer gegen die "Kübelböckisierung" der Gesellschaft." Keller ist der in der Pfalz geborene Schlagzeuger der Combo und ein international gefragter Musiker. Nach seinem Musikstudium in Los Angeles spielte er in 150 Sendungen von Thomas Gottschalks "Late Night Show", CD-Aufnahmen mit Jennifer Rush, Al Di Meola, Sigi Schwab, Konzerte mit "La Bouche", Ian Anderson, Bobby Kimball von Toto u.v.m. Zuletzt wurde er als Solo-Künstler für drei Konzerte vom Goethe-Institut nach Indien eingeladen. Auch in der Band: Gitarrist Dieter Holesch, Komponist des erfolgreichsten Films "Der Schuh des Manitu", Musiker mit Hildegard Knef, Harald Juhnke, Chris DeBurgh usw, Thomas Peschel (Bass) u.a. für Konstantin Wecker, Ron Williams, Katja Rieman und Reinhold Hoffmann (Akkordeon/Sax) spielte bei den Münchner Symphonikern, an der Bayerischen Staatsoper, bei Lisa Fitz und ist festes Bandmitglied von Haindling. Henk Flemmings Combo spielt Musik, die groovt und in der sich die Musiker traumwandlerisch in allen modernen Stilrichtungen zu hause fühlen, sei es Jazz, Blues, Rock, Chanson usw. Doch: "Die Musik passt in keine Schublade, diese Individualität macht ihre Stärke aus." Süddeutsche Zeitung
"Jazziges und schräger Tango - Henk Flemming unterhielt mit seiner Combo auf eigenwillige Weise. German Rock Chanson stand auf den Plakaten der Henk Flemming Combo, die am Samstagabend in Hauenstein gastierte. Großstadtgefühle, in deutscher Sprache gesungen, von einer Musik getragen, die auch den Rock streifte, aber auch als eine ganz eigene Art von Weltmusik die verschiedensten Musikstile zitierte und ironisch und gekonnt zu einer ganz eigenen Klangfarbe mischte. Und so flog die Musik an diesem Abend durch den Kosmos von Jazz und Rock, streifte ironisch Walzer und Volksmusik, zauberte aus Musette-Klängen Stimmungen und ab und an klang es, als stünde Tom Waits' Begleitband auf der Bühne. Trotzdem stand die Musik immer im Dienst der Texte von Henk Flemming und trug diese emotional richtig gestimmt durch den Abend. Ein Plauderer ist Henk Flemming, der zwischen den Texten seiner Lieder unterhält und launige Episoden erzählt. Schräg, witzig, kleine Momentaufnahmen aus dem Leben und Lieben in unseren Tagen. Und so sang Henk Flemming von melancholischen Gefühlen, erzählten von Traumwelten unter der Stadt, von den ewigen Themen Sehnsucht und Verlust,mal anrührend, mal sarkastisch, mal in verspielten Metaphern schwelgend. Was die Texte heraushob war zweifellos die Musik, die traumhaft sicher Stimmungen schuf, die die Verse trugen. Daß der Abend interessante, kurzweilige und anspruchsvolle Unterhaltung bot; das lag vor allem an diesen Musikern und ihrem excellenten Zusammenspiel. Etwas Clubatmosphäre hätte man sich zur Henk Flemming Combo noch gewünscht - und vielleicht ein klein bißchen Großstadt drumrum - nur für den Abend… Hauensteiner
"Wie das Leben so spielt - die eindringlichen Lieder der Henk Flemming Combo. Es war ein Abend, den man so schnell nicht vergisst, das
Gastspiel der Henk Flemming Combo aus München in der Sonthofener Kulturwerkstatt: Fünf Vollblut-Musiker - angeführt von ihrem Leader
Henk Flemming (Gitarre, Vocal, Text und Musik) - präsentierten sich höchst vielseitig und abgeklärt mit Songs, die unter Haut gingen. Was
die Band spielte, war ein buntes Programm von Jazz, Cansons über Country bis hin zur Ballade. Musikalisch war da einiges dran und eigentlich
hätte der Hörer sich gewünscht, dass die Veranstaltung in den Kemptener Jazzfrühling integriert worden wäre. Das hätte vielleicht mehr Aufmerksamkeit
auf diese hörenswerte Gruppe gelenkt. Die Thematik ihrer Lieder kreist um das Alltägliche: "Der Montagmorgen" oder das inspirierende "Wenn ich
nachts nicht schlafen kann". Die Musik hat da immer einen gewissen Flow, stottert nie und ragt bisweilen ins Frivol-Abgründige (begnadete Saxofon-Soli:
Reinhold Hoffmann); manchmal törnt sie direkt an, so geschehen beim Solo an der Gitarre (Dieter Holesch). Da kann man nur sagen: Empfehlung ! So
gut kam das an. Filmmusik hatte die Band, die derzeit das Allgäu bereist, ebenfalls mit im Gepäck: Zum Streifen "Die Wittelsbacher", der Obdachlosen-
milieu spielt, nahmen sie die Filmmusik auf. Frontmann Henk Flemming zeigte dabei viel Niveau und Unterhaltungstalent. Er ist auch sonst äußerst
stilsicher bei seinen nie langweilenden Interpretationen. Für Flair wie in Montmartre sorgte bei diesem Titel Reinhold Hoffman mit seinen betörenden
Melodien am Akkordeon. Ein Schlager war Flemmings Titel "Die Liebe zum Geld". Im zweiten Teil stachen Hits wie "Ichtuwiedu" oder "Das Lied für
Georg", den Taxifahrer aus München, der treu auf seine mit einem Filmemacher durchgebrannte Frau wartet, hervor. Es sind die Stories, die das
Leben schreibt, die Flemmings Combo großartig in Szene setzt und damit blendenden Erfolg einfährt. Zwei Zugaben waren fällig und wurden
bereitwillig angestimmt: Das "Abendlied und "Roter Mond". Henk Flemmings Combo war einzigartig gut." Allgäuer Anzeiger
"Trotz der Tatsache, dass die Premiere des Jazzkellers mit der Flemming Combo kurz anberaumt war, hatten sich zahlreiche Besucher eingefunden: Um 20.30 Uhr eröffnete die Henk Flemming Combo den Abend. Die Gäste saßen bei gedämpften Licht in vertraulich anheimelnder Atmosphäre im Gewölbekeller und lauschten den kurzen Ausführungen des Henk Flemming, welche dieser vor dem zweiten Song "La Rana Grassa" zum Besten gab. Die Combo überraschte das anwesende Publikum mit deutschen Texten, leicht kabarettistisch angehauchter Satire und einem stets wandlungsfähigen Henk Flemming. Natürlich spricht er auch englisch, mutierte von Serge Reggiani zu Joe Cocker, von Klaus Lage zu Grönemeyer. Eine Stimme, die man gehört haben muß, um sich ein akustisches "Auge" von der Band vorstellen zu können. Nach der Pause kamen die Gäste erst richtig auf Touren. Hingerissen von den ständig aus dem Leben gegriffenen Geschichten des Henk Flemming luschten sie Songs wie "Montagmorgen". Die Geschichten, wie die eines verschmähten Liebhabers; selbiger gab aus Liebe zu seiner Angebeteten das Jurastudium auf und wurde zum Taxifahrer - rissen das Publikum völlig mit - endloser Applaus. Endlich durften auch die "Rhytmussklaven" - Thomas Peschel am Kontrabass und Andreas Keller an den Drums - in mitreißenden Chorussen beweisen, was sie drauf haben. Die Zuhörer blickten starr zu den Musikern - gefesselt vom Können der Solisten. Gegen 22.30 Uhr konnten die Zuhörer der Band noch eine letzte Zugabe abringen, der "Rote Mond" ließ diesen wunderbaren Abend zauberhaft ausklingen." Jazzkeller Hambach